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Evaluation bestätigt Erfolg der Aktion BOB


Projekt „verkehrssicher-in-mittelhessen“ wird ständiges Präventionsprogramm

Am Donnerstag, 6. September 2012, stellten Polizeivizepräsident Peter Kreuter und Polizeidirektor Manfred Kaletsch im Beisein der Autoren, Dipl. Psych. Florian Röser und Dr. Kai Hamburger das wesentliche Ergebnis der Evaluation vor.

v.l. Dr. Kai Hamburger, Polizeidirektor Manfred Kaletsch, Dipl. Psych. Florian Röser und Polizeivizepräsident Peter Kreuter
Foto oben: v.l. Dr. Kai Hamburger, Polizeidirektor Manfred Kaletsch, Dipl. Psych. Florian Röser und Polizeivizepräsident Peter Kreuter


„Ich freue mich außerordentlich darüber, dass nunmehr wissenschaftliche Untersuchungen pünktlich zum fünfjährigen Geburtstag der Aktion BOB den Erfolg unseres Präventionsprojekts gegen Alkohol im Straßenverkehr bestätigen“,

sagte Kreuter gleich nach der Begrüßung.

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Das Polizeipräsidium Mittelhessen beauftragte im Jahr 2011 die Abteilung Allgemeine Psychologie und Kognitionsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen (Leitung Herr Prof. Dr. Knauff) mit der Durchführung einer Evaluation der Aktion BOB.Aktionsplakate zu verkehrssicher-in-mittelhessen und BOB

 

 

Die zweiteilige Untersuchung beinhaltete eine wissenschaftliche Analyse der Unfallzahlen der Jahre 2006 bis 2011 und deren Entwicklung sowie mehrere Befragungen von insgesamt 2131 Personen zur Bekanntheit und Akzeptanz der Aktion (770 persönliche Befragung in der Stadt Gießen, 1361 Online-Befragung; davon 1190 Uni Gießen).

 

 

Großes Interesse hatten auch diverse Radiosender, hier der HR, an der Veröffentlichung der BOB-Evaluation

 

 

 

Großes Interesse hatten auch diverse Radiosender, hier FFH, an der Veröffentlichung der BOB-Evaluation

 

 

 

 

 

 

Foto oben und rechts:
Großes Interesse hatten auch diverse
Radiosender an der Veröffentlichung
der BOB-Evaluation

 

 

„Die Studie belegt für Mittelhessen eine signifikant deutlich bessere Entwicklung bei den Verkehrsunfällen mit alkoholisierten Verursachern zwischen 18 und 24 Jahren seit der Einführung der Aktion BOB im Jahr 2007 (minus 44 %), was den Einfluss der Aktion BOB zu zeigen scheint“, unterstrich Manfred Kaletsch, der Leiter der Direktion Verkehrssicherheit Sonderdienste und von verkehrssicher-in-mittelhessen mit der Aktion BOB.

Mit verschiedenen wissenschaftlichen Methoden verglichen die Autoren die Unfallentwicklung in Mittelhessen mit der des Landes Hessen, mit der eines anderen Polizeipräsidiums (Aktion BOB nicht eingeführt) und zwischen zwei Landkreisen, einem aus Mittelhessen und einem aus einem Präsidium ohne die Aktion BOB.
Ohne sich auf das Ausmaß festzulegen, belegen diese Untersuchungen für Mittelhessen einen bedeutsam größeren Rückgang der Unfallzahlen bei den 18 bis 24- jährigen Autofahrern unter Alkoholeinfluss seit Einführung der Aktion BOB.

Auch die Printmedien waren zahlreich zur Pressekonferenz erschienen
Foto oben und unten: Auch die Printmedien waren zahlreich zur Pressekonferenz erschienen

Auch die Printmedien waren zahlreich zur Pressekonferenz erschienen

Das andere wesentliche Ergebnis der Studie bescheinigt der Aktion BOB einen guten Bekanntheitsgrad. Von den 770 persönlich befragten Personen kannten 72 % die Aktion BOB und 80 % von denen, die BOB kannten, wussten auch, dass es sich um eine Aktion gegen Alkohol am Steuer handelt, führte Kaletsch weiter aus.

„Insgesamt zeigt die Evaluation, dass die Aktion BOB gut bekannt und verbreitet ist und damit möglicherweise zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Mittelhessen beitragen kann“, lautet das Fazit in der Studie.

Weiterhin wurde die persönliche Einstellung zur Aktion BOB befragt, wobei 80 % der Befragten die Frage mit „gut“ oder „sehr gut“ angaben.

Befragung zur persönlichen Einstellung zur Aktion BOB

Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich bei der persönlichen Beurteilung des BOB des Abends.

Diesen bewerteten sogar 89 % mit „gut“ oder „sehr gut“. „Daraus wird deutlich, dass die Inhalte der Aktion BOB bei den Befragten einen guten Eindruck hinterlassen und sie einen möglichen BOB des Abends nicht belächeln sondern schätzen“ stellen die Autoren der Studie fest.

Wie wird die Person bewertet, die der "BOB des Abends" ist?

 

Polizeidirektor Kaletsch„Die Evaluation zeigt nicht nur die Erfolge, sondern sie bietet Perspektiven und Ansätze zur kontinuierlichen Verbesserung der Wirksamkeit der Aktion BOB. So lässt sich z. B. der Bekanntheitsgrad durch Verstärkung der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit und durch Erhöhung der Präsenz speziell an den Universitäten steigern. Diese Anregungen werden wir gerne aufgreifen, denn um die Verkehrssicherheit noch weiter zu erhöhen setzt die Polizei Mittelhessen die Aktion BOB auch zukünftig unvermindert fort.

 

Das Projekt verkehrssicher-in-mittelhessen wechselt dabei seinen Status und läuft als dauerhaftes Präventionsprogramm weiter“, sagte Manfred Kaletsch abschließend (Foto links).

 

Polizeivizepräsident Peter Kreuter„Die Evaluation bestätigt, dass das Polizeipräsidium Mittelhessen mit der Aktion BOB auf dem richtigen Weg ist, um die Verkehrsunfälle mit alkoholisierten 18 bis 24- jährigen Verursachern zu reduzieren. Sie ist der Beweis, dass diese Präventionsarbeit einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten kann. Dieser Auffassung sind auch 68 % der Befragten (1307 Personen), nur 14 % verneinen dies.

 

 

Das Ergebnis der Studie motiviert! Mein Dank gilt all denen, die diese Aktion fördern, unterstützen und mit Leben füllen. Nur das anhaltende, hoch motivierte Engagement aller Beteiligten führte zu diesem Erfolg“,

sagte Peter Kreuter (Foto rechts).

 

 

v.r.: Dipl. Psych. Florian Röser und Dr. Kai Hamburger von der Abteilung Allgemeinen Psychologie und Kognitionsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen

Zum Schluss sprach der Polizeivizepräsident seinen besonderen Dank Herrn Dipl. Psych. Florian Röser und Dr. Kai Hamburger von der Abteilung Allgemeinen Psychologie und Kognitionsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen aus, die unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Knauff erstmals ein Präventionsprojekt der Polizei wissenschaftlich untersuchten.

 

Foto links: v.r.:
Dipl. Psych. Florian Röser
und Dr. Kai Hamburger

 

 

„Für uns war es eine interessante Aufgabe, ein polizeiliches Präventionsprogramm hinsichtlich der Wirkung, der Verbreitung und der Akzeptanz wissenschaftlich zu untersuchen“, erklärten die beiden Autoren Röser und Hamburger, die den Fragen der Journalisten gerne Rede und Antwort standen.

 

Hintergrund:

BOB ist einfach derjenige, der Verantwortung übernimmt, nüchtern bleibt und seine feiernden Freunde anschließend sicher nach Hause bringt. Der BOB ist cool und nicht der Verlierer des Abends, sondern der Gewinner! Verlierer sind die, die nicht den Mumm und die Charakterfestigkeit haben, Verantwortung zu übernehmen und beim Fahren auf Alkohol und Drogen zu verzichten.

Projektleiter, Polizeidirektor Manfred Kaletsch

„Mit geringen, persönlichen Aufwand trägt jeder BOB erheblich zur Verkehrssicherheit bei“,

weiß der verantwortliche Projektleiter, Polizeidirektor Manfred Kaletsch (Foto links).

BOB-Schlüsselanhänger mit PolizeikelleEin BOB kann jeder sein, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt. Erkennbar ist der BOB an seinem Markenzeichen, dem knallgelben Schlüsselanhänger (Foto rechts).

 

 

Die Mitarbeiter des Präventionsprojektes verteilten bislang schon 135.000 dieser Schlüsselanhänger in Mittelhessen. Wer diesen Anhänger in den über zwei rote Pfeile 350 mitmachenden Gastronomiebetrieben zeigt, erhält ein kostenloses alkoholfreies Getränk.

Die BOB-karte von Deutschland

„BOB ist einfach und deswegen genial. Das Leichteste was man tun kann, um effektiv Menschenleben zu retten und menschliches Leid zu verhindern“,

sagt Manfred Kaletsch überzeugt.

 

Die Aktion BOB ist eine tragende Säule von verkehrssicher-in-mittelhessen.
Das Präventionsprogramm gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr gibt es in Mittelhessen seit März, die Aktion BOB seit Oktober 2007.

 

Nach einem zwei rote Pfeile ersten Treffen aller BOB-Initiativen in Deutschland entsteht derzeit ein BOB Netzwerk.

Aufschluss über die Verbreitung der Aktion BOB gibt die Landkarte unter

zwei rote Pfeile www.bob-deutschland.de



Martin Ahlich

 

zwei rote Pfeile Die Pressemeldung zur Evaluation der Uni Gießen (PDF, 75 KB)

zwei rote Pfeile Abschlussbericht Evaluation der Aktion BOB durch die Uni Gießen (PDF, 590 KB)

zwei rote Pfeile Präsentation der wesentlichen Ergebnisse der Evaluationsstudie der „Aktion BOB“ (PDF, 360 KB)

 

Einige Zeitungen berichten schon über die Veranstaltung:

Aktion BOB auch auf:

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Durch anklicken des jeweiligen Logos erhält man nähere Infos dazu.

Weitergehende Informationen  zum Thema "verkehrssicher-in-mittelhessen" und Aktion BOB unter:

www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de

Ein Beitrag dazu auf den Seiten der zwei rote Pfeile Polizei Hesssen